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Studienbotschafter am Paul-Klee-Gymnasium

Acht Studienbotschafter informierten die 11er und 12er Kurse am Paul-Klee-Gymnasium über Wege und Umwege ins richtige Studium:

„Informiert euch früh bei Eltern, Lehrern oder Bekannten, die wissen für was ihr euch eignet!“ Aber: „Wenn ihr wisst was ihr wollt, dann lasst euch nicht davon abbringen!“

Die Studienbotschafter haben auf recht unterschiedliche Weise ihr passendesStudium gefunden. Für Bianca Stoll war der Zufall wegweisend, „weil ich eigentlich keine Ahnung hatte, was ich später mal werden wollte“. Der Vater ihres Freundes hat sie nach etlichen fehlgeschlagenen Studienversuchen dazu aufgefordert, ein Praktikum beim Gericht zu machen „und das hat mir Spaß gemacht!“ - Heute studiert sie Jura und ist überzeugt, „dass das das Richtige für mich ist“. Michael Adam studiert an der Filmakademie Ludwigsburg Film und Medien. „Ich wusste schon immer, dass ich Regisseur werden will.“ Bereits mit zehn Jahren versuchte er damit bei Eltern und Bekannten zu punkten, doch stets erhielt er die Rückmeldung „Ja, aber das schaffst du nicht!“. „Ich hab mir dann immer wieder gedacht, why not! Man muss sich durchsetzen und nicht immer auf andere hören“, spornte der angehende Regisseur die PKGler an.


Im Plenum informierten die Studienbotschafter über verschiedenen Hochschularten.

So unterschiedlich die Zugänge zum eigenen Studium der Studienbotschafter waren, eins betonte Lisa Behret stellvertretend für alle : „Schaut nach euren Fähigkeiten,nach dem was euch Spaß macht und informiert euch möglichst früh über mögliche Studiengänge, damit ihr nicht wie manche von uns so viel Zeit verschwendet.“

Die Schüler des Paul-Klee-Gymnasium schätzten es, einen Einblick ins Studentenleben zu bekommen. Die acht Studienbotschafter verschiedener Fachrichtungen informierten über ihren Weg zum richtigen Studium. Studienbotschafter sind speziell vom Wissenschaftsministerium in den Bereichen Studieninformation, -orientierung und Studienberatung ausgebildete Studenten, die nur wenige Jahre älter sind als die Schüler.


Lara Schlegel zeigte in der Kleingruppenphase die schönen Seiten des Studiums.

Die acht Studienbotschafter informierten im Paul-Klee-Gymnasium in einer ersten Plenumphase über die Themen „Orientieren und Entscheiden“, „der Weg zum Studienplatz“, „Unterschiede der Hochschularten“ und „Finanzierungsmöglichkeiten“. Dabei stand immer im Mittelpunkt, wie jeder einzelne der Referenten seinen Weg mitunter auch über Umwege zum passenden Studium gefunden hat.


Die Wirtschaftsinformatikerin der Firma IBM ging auf persönliche Fragen der PKGler ein.

Wie viele Elfer und Zwölfer waren auch einige Studienbotschafter lange Zeit unsicher, was sie eigentlich studieren sollten, zumal es zu ihrer Zeit noch keine derartigen Infoveranstaltung für Schüler gab . „Ängste abzubauen und frühzeitig eine Orientierung zu geben“, so Arsim Hyseni, ist deswegen die entscheidende Motivation für die Studienbotschafter den Kontakt zu Schülern zu suchen. Nach der Einführungsrunde im Plenum ging es für die Schüler in die einzelnen Klassenzimmer, in denen jeder Student nochmal genauer auf individuelle Fragen bezüglich seines Studiengangs oder dem Studium allgemein eingehen konnte.


Die Studienbotschafter in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen. Von links: Michael Adam,Bianca Stoll, Lara Schlegel, Arsim Hyseni und Lisa Behret.

In der Kleingruppenphase war für die Schüler des Paul-Klee-Gymnasiums bereits auf den ersten Blick klar: „Lisa Behret hat eine offene Art und ist gut im Umgang mit Menschen.“ Der Studiengang ‚Soziale Arbeit‘ war daher für sie sicherlich eine gute Wahl. Doch einfach viel ihr selbst die Wahl nicht.

Lange Zeit war Lisa unsicher, ob nicht doch ein Lehramtstudium das Richtige für sie wäre. Sie begann schließlich Deutsch und Religion auf Lehramt zu studieren, bemerkte jedoch bald, dass dies für sie die falsche Entscheidung war. Sie brach daher das Studium ab und bewarb sich bei der Stadt Karlsruhe um ein duales Studium. Dank ihres sozialen Engagements schon während der Schulzeit bekam Lisa die Stelle. Lisa erklärte den Schülern, „dass die Noten im sozialen Bereich eher zweitrangig sind“. Man müsse mit Menschen umgehen können, das sei ausschlaggebend. Gegen Ende gab sie den Schülern noch den Rat sich nicht entmutigen zu lassen, wenn es mal bei einer Bewerbung nicht klappen sollte. Man solle froh sein und die gewonnene Zeit für einen Auslandsaufenthalt oder ein freiwilliges soziales Jahr nutzen.


Johann Strauß, ein ehemaliger PKG-Schüler, begeistert die Schüler vom Studiengang International Management an der Hochschule Reutlingen.

Einen ganz anderen Studiengang stellte Johann Strauß vor, der an der renommierten ESB Business School in Reutlingen International Management studiert. Gut vorbereitet überraschte er die Schüler mit einer Präsentation über seine Hochschule und seinen Studiengang. Es war sehr beeindruckend, was diese Hochschule alles zu bieten hat: Viele verschiedene Studiengänge, zahlreiche Aktivitäten rund ums Studium herum, wie beispielsweise ein Mentorenprogramm für neue Studenten oder eine Art Arbeitsgemeinschaft, die sich um das Gemeinwohl der Studenten kümmert: Sie organisieren wöchentliche Partys auf dem Campus. Die Schule genießt einen ausgezeichneten Ruf und man kann sich sicher sein: Wer einen Studienplatz auf der führenden Hochschule im Hochschulranking ergattert hat, dem steht großes bevor.

Why not? Diese Worte des Regie-Studenten Michael blieben den Schülern im Kopf. Mit seiner offenen, wenn auch etwas ausgeflippten Art, sorgte er schon von Anfang an für viele Lacher. Stellt man sich den typischen Studenten vor, sieht man wohl kaum Michael vor sich. Aber die Schüler wissen jetzt, Michael hat Talent und er wird sein Ding machen. Gerade in der Kleingruppe konnte Michael die Schüler von seinem Talent und von seiner Hingabe für die Regie überzeugen. Er ist ein Student aus Leidenschaft, der sein Hobby zum Beruf machen will. „Das wichtigste, wenn man einen künstlerischen Studiengang wählt, ist, dass man weiß was man möchte und auch dazu stehen kann“, betonte Michael. Kunst und Musik seien Bereiche voller Emotionen. Es reiche nicht aus, seine Arbeit gut zu machen, „man muss total dahinter stehen, auch wenn es in manchen Situationen sehr schwierig werden kann.“ Michael konnte viele Schüler davon überzeugen, dass ein Studium keinesfalls nur theoretisch und langweilig sein muss.


Die Pause nutzten die Schüler zum Erfahrungsaustausch. Die Organisation der Kaffeepause übernahmen engagierte Schüler der Klasse 10a: Sie backten Kuchen, servierten die Schüler und Gäste und sorgten für Auf- und Abbau der Kaffeetheke.

In den Evaluationsbögen gaben alle Schüler und Schülerinnen an, dass die Veranstaltung „interessant und sinnvoll“ war.

Annika Bruckner und Susanne Pulvermüller

 

Schülerstimmen zur Veranstaltung mit Studienbotschaftern am PKG

War die Veranstaltung hilfreich für die eigene Entscheidungsfindung?

Für die eigene Entscheidungsfindung war die Veranstaltung für viele PKG-Schüler hilfreich, aber nicht bei jedem:

„Ja, da ich mich für ein duales Studium interessiere und mit jemand sprechen konnte, der gerade an einer Dualen Hochschule studiert.“

„Ich fand die Veranstaltung sehr sinnvoll und auch sehr interessant, weil konkret über das Studium gesprochen wurde und was auf uns zukommt“.

„Nein, da ich schon weiß, was ich studieren will.“

Was findest du an der Veranstaltung gut?

Die meisten PKGler fanden die Veranstaltung interessant und effektiv:

„Ich fand den geringen Altersunterschied zwischen uns und den Studenten gut, dadurch hatten wir keine Scheu, Fragen zu stellen.“

„Die Veranstaltung war sehr persönlich, da junge Studenten von ihrem Weg zum Studium erzählten.“

„Die Möglichkeit in kleinen Gruppen mit den Studenten zu reden, fand ich toll, da konnte man jederzeit nachfragen.“

„Die Plenumsphase war gut, dabei wurden die Unterschiede der Hochschularten deutlich und die Wege zum Studium wie auch die mögliche Finanzierung.“

„Die Veranstaltung war sehr informativ und zeigte unterschiedliche Möglichkeiten in verschiedenen Studienbereichen.“

Was könnte man verbessern?

„Die Veranstaltung sollte vormittags stattfinden.“

„Es sollten mehr Studiengänge vorgestellt werden.“

„Es sollten vorab die von den Schülern erwünschte Studiengänge erfragt und dementsprechend die Zusammenstellung der Studienbotschafter ausgerichtet werden.“

 
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