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Seit dem Schuljahr 2007/2008 besteht am ZSG eine Gruppe von fünf Lehrerinnen und Lehrern, die sich im Rahmen der Selbstevaluation mit Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung an unserer Schule beschäftigen. Mitglieder dieser Gruppe sind Frau Baumann, Herr Euler, Herr Hannaleck, Frau Kevekordes sowie Herr Rinck. Unter Evaluation versteht man die systematische Erhebung und Auswertung von Daten zu Unterricht und Schule. Bei der Selbstevaluation liegt die Durchführung, Gestaltung und Auswertung einer Evaluation bei der Schule selbst. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für schulische Weiterentwicklungsprozesse sowie zur Sicherung der schulischen Qualität. Zudem wurde unsere Schule vom Landesinstitut für Schulentwicklung ausgewählt, sich im Schuljahr 2009/2010 einer sogenannten Fremdevaluation zu stellen. Ziel der Fremdevaluation ist es, der Schule aus externer Sicht Rückmeldungen zu zentralen schulischen Qualitätskriterien zu geben. Selbstevaluation am ZSG im Schuljahr 2007/ 2008 Der Evaluationsprozess: Auf einer Gesamtlehrerkonferenz im November 2007 entschied sich das Lehrerkollegium nach intensiven Beratungen für die Evaluation des Schul- und Klassenklimas am ZSG. Mit Hilfe von Fragebögen, die von der Evaluationsgruppe entwickelt worden waren, wurde ein zufällig ausgewählter Personenkreis von Schülern, Eltern und Lehrern bis Mitte März 2008 zu diesem Thema befragt. Im April 2008 folgten die statistische Aufbereitung der gesammelten Daten sowie erste Überlegungen in der Evaluationsgruppe zu Schlussfolgerungen und Maßnahmen aus der Befragung. Über die Vorgehensweisen und Ergebnisse wurden stets alle am Schulleben beteiligten Personen in Elternbriefen sowie durch Aushänge im Schulgebäude informiert. An einem Pädagogischen Tag im Mai 2008 wurde dem Kollegium in einem Arbeitskreis die Möglichkeit gegeben, die Ergebnisse der Befragungen zu beraten und Schlussfolgerungen zu formulieren. Ein Treffen mit der SMV fand Anfang Juli 2008 statt. Den Eltern wurde im September 2008 sowie an den Elternabenden im Oktober 2008 die Möglichkeit gegeben, sich an einer Stellwand im Foyer des ZSG zu informieren und zu den Befragungsergebnissen zu äußern. Der Gesamtelternbeirat wurde zudem ebenfalls im Oktober 2008 über die Ergebnisse von Eltern-, Schüler- und Lehrerbefragung informiert. Einige Ergebnisse der Befragung: Bei der Elternbefragung lag der Rücklauf lediglich bei knapp über 50 %. Es ist fraglich, ob diese geringe Beteiligung ausdrückt, dass die Eltern im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Klassen- und Schulklima sind. Unterstützt wird diese Interpretation durch die Antworten der Eltern, die einen ausgefüllten Fragebogen in der Schule abgegeben haben. Aussagen wie „Mein Kind fühlt sich am ZSG wohl“ oder „Die Lehrer sind/ die Schulleitung ist für mich bei Gesprächsbedarf gut erreichbar“ erhielten große Zustimmung. Auch die Durchführung der Eltern- und Informationsabende wurde nahezu durchweg positiv bewertet. Nicht in dem Maße erfreulich wie erhofft wurden die Fragen zur Lernatmosphäre, zur Unterstützung bei Lernschwierigkeiten und bei der Persönlichkeitsentwicklung sowie zum Themenbereich Mobbing und Konflikte beantwortet. Ein Auszug aus den sich aus den Ergebnissen der Befragungen ergebenden konkreten Maßnahmen am ZSG: mehr pädagogische Klassenkonferenzen zur Verbesserung des Informationsaustauschs zwischen den Kollegen; neuer Organisationsrahmen für pädagogische Klassenkonferenzen übersichtlichere Gestaltung des Schwarzen Brettes im Lehrerzimmer Erstellen einer Übersicht „Wer macht was am ZSG?“; Erstellen einer Foto-Tafel für den Eingangsbereich der Schule neue Betreuungs- und Förderangebote für Schüler (Betreuung während der Mittagspause – insbesondere auch qualitative Hausaufgabenbetreuung - durch Schülermentoren, Projekt „Schüler fördern Schüler“) Entwicklung eines Methodenkompetenzcurriculums Einrichtung einer Schüler-Streitschlichter-Gruppe Gewaltprävention durch dafür ausgebildete Lehrer Durchführung eines Pädagogischen Tages zum Thema „Umgang mit Konflikten und Mobbing“ unter Beteiligung von Eltern, Schülern und Lehrern Durchführung eines SMV-Infotags Mobbing
Selbstevaluation am ZSG im Schuljahr 2008/2009 Da sich die Evaluationsgruppe im Rahmen der Vorbereitung der Fremdevaluation intensiv mit der Erstellung eines Schulportfolios beschäftigen musste, fanden in diesem Schuljahr nur zwei kleinere Befragungen am ZSG statt: Wiederholt wurde im Oktober und im November 2008 von einzelnen Eltern und Schülern Kritik an der geschmacklichen Qualität und der Menge des angebotenen Mensaessens geäußert. Deshalb hat die Evaluationsgruppe auf Anregung des Elternbeirats in der Woche vom 1. bis 5. Dezember 2008 die Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen lassen, die während dieser Zeit am Essen in der Mensa teilnahmen. Sie konnten täglich auf einer „Zielscheibe“ Punkte in folgende Zonen kleben: I) Das Essen hat mit heute „überhaupt nicht“, „geht so“, ziemlich gut“, oder „ausgezeichnet“ geschmeckt; II) Die Essensmenge war heute „zu wenig“ oder „genau richtig“; III) Auf Nachfrage gab es Nachschlag „ja“ oder „nein“. Das Ergebnis: I) Mit der Qualität des Essens waren 82,5 % einverstanden („ausgezeichnet“: 24%, „ziemlich gut“: 58,5%). 15,5% der Befragten fanden „es geht so“, lediglich 2% hat das Essen „überhaupt nicht geschmeckt“. II) Knapp 80% der Befragten empfanden die Menge des Essens als „genau richtig“, für 20,2% war es „zu wenig“. III) Einen Nachschlag auf Nachfrage haben alle Befragten bekommen Auf Grund der Befragungsergebnisse wurde zunächst kein Handlungsbedarf gesehen. Die Eltern und Schüler wurden durch den Elternbrief 5/2008, die Lehrer durch Aushang im Lehrerzimmer über die Befragungsergebnisse informiert. Eine zweite auf Elternwunsch durchgeführte und zwei Wochen vor Befragungsbeginn den Schülern durch zahlreiche Aushänge angekündigte Befragung vom 29.06.09 bis 02.07.09 brachte im Wesentlichen die gleichen Ergebnisse wie die erste Befragung. Die Information von Eltern und Schüler fand wieder im Elternbrief statt, die Lehrer wurden wieder durch Aushang im Lehrerzimmer informiert. Selbstevaluation am ZSG im Schuljahr 2009/2010 Der vom Kultusministerium in Baden-Württemberg gemeinsam mit Vertretern der Hauptpersonalräte und der Hauptvertrauenspersonen der schwerbehinderten Lehrkräfte unter wissenschaftlicher Beratung entwickelte „Fragebogen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz für Lehrkräfte in Baden-Württemberg“ steht in diesem Schuljahr im Zentrum der Selbstevaluation am ZSG. Ziel der Befragung ist es, berufsbedingte Erkrankungen zu vermeiden und eine größere Arbeitszufriedenheit der einzelnen Lehrkräfte zu schaffen. Letztlich kann so das Gesamtsystem Schule verbessert werden. Im Zeitraum vom 24.10.09 bis zum 29.11.09 fand eine Online-Befragung des ZSG-Kollegiums statt. Die persönlichen Ergebnisse, vor allem zu den psychomentalen und psychosozialen Belastungen der Lehrkräfte, wurden jedem Mitwirkenden der Befragung individuell übermittelt. So soll es jedem Teilnehmer ermöglicht werden, rechtzeitig Belastungselemente zu erkennen und Vorsorge zu treffen. Eine Gesamtauswertung sowie die Einleitung von Konsequenzen finden im Laufe des Schuljahres statt. Fremdevaluation am ZSG im Schuljahr 2009/ 2010 Im Vorfeld der Fremdevaluation fanden Gespräche zur Information, Organisation und Durchführung der Fremdevaluation zwischen dem Fremdevaluationsteam, der Schulleitung, dem Schulevaluationsteam und einem „critical friend“ der Schule, der Schulassozierten, Frau Piscart (sie war viele Jahre Elternvertreterin an unserer Schule) statt. Den Fremdevaluatoren wurden während dieser Gespräche zudem schriftliche Informationen über unsere Schule in Form des Schulportfolios zur Verfügung gestellt. Am 29./30. September 2009 fand dann die Fremdevaluation am ZSG statt. Evaluiert wurden die Themenbereiche „Unterricht“, „Professionalität der Lehrkräfte“ sowie „Schulführung und Management“. Diese Themenbereiche gehören zum sogenannten „obligatorischen Bereich“, der an allen allgemein bildenden Schulen Baden-Württembergs evaluiert wird. Zusätzlich wurden auch die Bereiche „Schul- und Klassenklima“ sowie „Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung“ evaluiert. Im Rahmen der Evaluation wurden Interviews mit Schülern, Eltern, Lehrern und der Schulleitung geführt. Es fanden kurze Unterrichtsbesuche statt. Bei allen Gesprächen und Besuchen wurde darauf geachtet, dass immer verschiedene Menschen, Ansichten und Aspekte des Schullebens Berücksichtigung fanden. Auch ein ausgiebiger Schulhaus- und Schulgeländerundgang gehörte zum Programm des Evaluatoren-Teams. Frau Piscart begleitete die Fremdevaluatoren sowohl bei möglichst vielen Gesprächen als auch beim Schulhausrundgang. Im November 2009 erhielt das ZSG schließlich einen abschließenden Bericht zur Fremdevaluation, der auf einer Gesamtlehrerkonferenz von den Fremdevaluatoren präsentiert und diskutiert wurde. Einige Ergebnisse der Fremdevaluation: Im Themenbereich „Unterricht“ wurde eine gute Praxis festgestellt bei der Nutzung der Lernzeit, Strukturierung der Lernangebote, Aktivierung der Schüler, Förderung von sozialen und personalen Kompetenzen, Kommunikationsstil im Unterricht und Gestaltung der Klassenräume und Fachräume. Die Praxis der Leistungsbeurteilung und Leistungsrückmeldung wurde als noch zu entwickelnde Praxis wahrgenommen, in der mehr Transparenz gewünscht wird. Zum Qualitätsbereich „Professionalität der Lehrkräfte“ wurde sowohl beim Nutzen der kollegialen Zusammenarbeit, als auch bei der Verbesserung von innerschulischen Arbeitsbedingungen eine gute Praxis beobachtet. Der Themenblock „Schulführung und Schulmanagement“ wurde in all seinen Bereichen zu Entwicklung von Unterricht und Schule, Umgang mit Konflikten und Problemen, Möglichkeiten der Personalentwicklung, Funktionale Arbeitsabläufe und Einsatz von Ressourcen mit guter und ausgezeichneter Praxis bewertet. Zum Qualitätsbereich „Schul- und Klassenklima“ wurde sowohl die Gestaltung des Umgangs miteinander als auch die zusätzlichen Angebote für Schüler mit guter bzw. ausgezeichneter Praxis wahrgenommen. Die „Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung“ hat in den Bereichen Pädagogische Grundsätze und Durchführung der Selbstevaluation eine gute Praxis bestätigt bekommen. Durch dieses größtenteils sehr erfreuliche Ergebnis der Fremdevaluation fühlt sich das Kollegium weitgehend in seiner Arbeit bestärkt. In einer weiteren Gesamtlehrerkonferenz wurde aber auch beschlossen, an der Praxis der Leistungsrückmeldung und -beurteilung weiter zu arbeiten und nach Wegen zu suchen, diese für alle am Schulleben Beteiligte transparenter zu gestalten. (Euler/ Kevekordes) Ansprechpartner für weitere Informationen sind Herr Euler und Herr Rinck.
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